Mini Workshop – Mikrobio Basics

 

Esef und Sanchez haben einen Mini-Workshop für Labor- und Mikrobio-Basics abgehalten. Darunter Medium mischen, Agar-Platten gießen, Bakterien-/Keimkulturen ausstreichen, pipettieren, mikroskopieren usw.

Austreichen auf Agarplatte

 

Über Nacht wurden die Kulturen dann bei 37°C inkubiert.

Mini Workshop Mikrobio Basics Ergebnisse
… und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen!

Die Keime sind gut angewachsen und zeigen eine intensive Gelb- oder Rot-Färbung.

 

Milchagar für Laktobazillen
Milchagar für Laktobazillen

Versuchsweise wurde ein Agar mit Folgemilchpulver gemischt um Laktobazillen anzuzüchten. Leider sind die Proteine ausgeflockt und haben die gegossenen Platten eher schwer auswertbar gemacht.

Falls jemand Interesse bekommen hat, so einen Workshop zu machen oder vielleicht sogar eine eigene Idee hat die er gerne ausprobieren möchte, meldet euch einfach bei uns.

 

olga@realraum.at

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Antibiotika-Stock Test

In einer 96-Well-Platte wurden pro Well 100 µL LB Medium mit unterschiedlichen Antibiotika pipettiert. Dadurch hat man überprüft, ob die über Monate/Jahre gelagerten Stock-Lösungen noch das Wachstum von Mikroorganismen hemmen können oder ob sie schon ihre Wirkung verloren hatten.

Für das Experiment wurden die einzelnen Wells mit dem Bakterium E.coli K12, ein klassischer Laborstamm, beimpft und über Nacht bei 37°C inkubiert. Die Antibiotika, die ihre Wirkung verloren hatten (Trübung des Mediums aufgrund Bakterienwachstums), wurden entsprechend entsorgt.

Antibiothikatests

 

DIY Gelelektrophorese am Open Lab Day, 08.04.2018

Im Sommer wurde eine Gel-Elektrophorese (unten links) vor der Verschrottung gerettet. Wieder voll funktionstüchtig trennt man damit DNA Fragmente der Größe nach auf.  Im rechten Bild sieht man die von unserem Biohacker Esef selbst gebaute DIY Gel-Elektrophorese, die am Sonntag ihren ersten Einsatz mit DNA Proben und Plasmiden hatte.

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Die verwendeten DNA Proben wurden von Studierenden während den Uni Kursen hergestellt, welche im Anschluss üblicherweise entsorgt werden. Am Sonntag haben sie dann doch noch einen Nutzen gefunden.

Hier wird nicht gekocht, sondern das Agarose Gel in die Kammer gelegt, mit Puffer bedeckt und mit DNA Proben beladen
Hier wird nicht gekocht, sondern das Agarose Gel in die Kammer gelegt, mit
Puffer bedeckt und mit DNA Proben beladen

Ein kleines Agarosegel Stück wird mit einem 1kb Standard, einem bekannten Plasmid und mit einer unspezifischen DNA Probe beladen. Nach der Elektrophorese lassen sich DNA Fragmente noch nicht gleich erkennen. Um sie sichtbar zu machen färbt man die Proben mit einer fluoreszierenden Substanz (Roti®-Load DNAstain) ein und hält sie unter UV-Licht.
Im unteren Bild links ist ein 1kb Standard aufgetragen mit dem man die Größe der Plasmide, welche als dünne Banden im oberen Bereich des Bildes aufscheinen, abschätzen kann. Die dicken hellen Banden können RNA-Wolken, unspezifische, abverdaute oder abgebrochene DNA Stücke, in Form von sogenannten „Schlieren“ sein. Sehen zwar interessant aus, sind aber unbrauchbar.

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1% Agarosegel auf UV-Licht
1% Agarosegel auf UV-Licht

Im Vergleich zur Standard Gelelektrophorese bei der man UV-Licht nimmt, verwendet Esef blaues Licht. Um die fluoreszierenden DNA Banden im Gel zu erkennen, sieht man durch den orangen Filter, der sowohl Deckel, als auch als Außengehäuse der Apparatur ist.

Auswertung der „esefbox_v1“
Auswertung der „esefbox_v1“

Zum Schluss noch ein Bild das beweist, dass Geduld eine Tugend ist.
Anstatt nach Protokoll das Gel 16h lang mit geringer Konzentration einzufärben, probierten wir eine hoch-% Methylenblau-Lösung aus, welche das Gel viel zu intensiv färbte (zu sehen als schwarz blaues Rechteck links unten).
Experiment fehlgeschlagen, aber genau dafür ist das auch OLGA da. 😊

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